Giraffengeplapper

    Das Tanken


    Er: 'Nicht schon wieder!'
    Sie: 'Was ist los?'
    Er: 'Hab' Super getankt.'
    Sie: 'Und nicht Diesel?'
    Er: 'Neeein! Dumm gelaufen!'
    Sie: 'Warum immer Du?'
    Er: 'Ein Black-Out vielleicht.'
    Sie: 'Black-out? Pah' - Blödsinn!'
    Er: 'Bitte keinen Stress!'
    Sie: 'Ich und Stress?'
    Er: 'Ja, genau Du!'
    Sie: 'Werd' nicht unverschät!'
    Er: 'Genau Deine Mutter!'
    Sie: 'Was war das?'
    Er: 'Genau, der ADAC!'
    Sie: 'Du sagtest: Mutter!'
    Er: 'Nein, Frieda, nein!'
    Sie: 'So, lass' mich!'
    Er: 'Nicht mein Auto!'
    Sie: 'Da hast Du's.'
    Er: 'Frieda, was soll...'
    Sie: 'Bist selbst schuld!'
    Er: 'Scheibenwischer - Ade. Ade!'
    Sie: 'Pah, recht isses.'
    Er: 'Was soll das?'
    Sie: 'Hallo, Taxizentrale Liebenstadt?'
    Er: 'Was machst Du?'
    Sie: 'Ja, Tankstelle Eintrachtshafen'
    Er: 'Genau die Mutter!'
    Sie: 'nein, Tankstelle EINTRACHTHAFEN!'
    Er: 'Hallo, ADAC Deutschland?'
    Sie: 'Nach Aachen bitte'
    Er: 'Ja, falsch getankt!'
    Sie: 'Wirklich 15 Minuten?'
    Er: 'Die Scheibenwischer auch.'
    Sie: 'Schön, ich warte!'
    Er: 'Schön, ich warte!'

    Der Autokauf

    "Und?"
    "Wirklich großartig!"
    "Gefällt er Ihnen?"
    "Ich weiß noch nicht"
    "Wieviel PS hat er denn?"
    "Ich glaube, genausoviel wie der Porsche!"
    "Mein Gott, das ist ja wirklich fantastisch!"
    "Und er kostet deutlich weniger, nur Viertausend Euro"
    "Ich nehme ihn, wenn meine Frau es genauso sieht."
    "Aber Sie werden doch die ganze Zeit im Wagen sitzen?"
    "Sicher, denn ab und zu muss meine Frau zu Ihrer Mutter!"
    "Haben Sie nicht eben gesagt, Ihre Familien stammen aus der Lüneburger Heide?"
    "Ursprüglich ja, aber nach Mareike's Weggang wurde beschlossen, nach Hamburg zu ziehen."
    "Ah', verstehe, dann brauchen Sie also noch einen zweiten Wagen für Ihre liebe Frau?"
    "Nicht ganz, ich brauche keinen weiteren Wagen für meine Frau sondern eben einen für mich!"
    "Gut, dann hätten wir hier noch ein Prachtexemplar, einen drei Jahre alter Volvo V70!"
    "Ich hoffe, er ist nicht in silber, denn ich mag keine hellen Farben!"
    "Außen ist er schwarz, und innen hat er weißes Nappaleder mit Kuschelflocken."
    "Das ist ok, aber wie sieht es mit den Pferdestärken aus?"
    "Genau ein PS mehr als der neue Wagen Ihre Frau!"
    "Nun ja, das wäre mir durchaus nicht unbedingt unwichtig."
    "Fein, soll ich dann die Rechnung fertig machen?"
    "Wie sieht es mit dem Preis aus?"
    "Sechstausend Euro hier, Viertausend Euro da!"
    "Ist die Mehrwertsteuer mit drin?"
    "Ja, und die Überführungskosten!"
    "Dann ist's abgemacht."
    "Vielen Dank!"
    "Wiedersehn'!"

    Der Stripppoker

    "Ja!"
    Susanne frohlockte.
    Peter wirkte fassungslos.
    Er schloss seine Augen.
    "Bist Du Dir wirklich sicher?"
    Nein, Susanne, aber es muss sein.
    "Überlege es Dir doch noch einmal, Peter!"
    Peter verneinte und legte die restlichen Karten nieder.
    Wenn es doch nur die Karo Sieben gewesen wäre!
    Susanne's Grinsen wurde immer deutlicher, als Peter seine Hose auszog.
    Peter ließ sich nichts anmerken, denn er hatte noch etwas drunter.
    Aber er wurde verlegen, als Susanne ihn mit Ihren großen Augen ansah.
    "Donnerwetter, was für ein Genuss", schrie Susanne kaum hörbar, aber dennoch deutlich wahrnehmbar.
    Sie hatte Ihre Hände um seine Hüften gelegt und grabschte nun von allen Seiten.
    "Es scheint Ihr wohl Spaß zu machen", dachte Peter, stramm stehend und auf Weiteres wartend.
    In der Tat hatte der Strippoker einiges zwischen den Beiden bewirkt und erstmals eine Nähe geschaffen.
    Peter hatte seine Kollegin einst auf einer Geschäftsreise begleitet, hatte aber außer einem Abendessen nichts erreichen kännen.
    Das war vor gut einem Jahr im Mai, als Sie beide von Ihrem Manager nach Neapel geschickt wurden.
    Susanne hatte ihn als Begleitperson vorgeschlagen, wenn auch ungern, allerdings wäre sonst nur noch Rufus Machowski in Frage gekommen.
    Und das wollte Sie nicht, denn wer will schon mit jemandem verreisen, der außer Fastfood, Knoblauch und Chips nichts isst?
    Peter hatte sofort zugesagt, denn er fand Susanne adrett, nicht nur wegen Ihrer blauen Augen, sondern auch wegen Ihres unverwechselbaren Wesens.
    Immer wenn Sie ihm zulächelte, verspürte er einen warmen Sonnenstrahl, der auf seine Schulter niederging und ihn liebevoll, sanft, und zärtlich umschlung.
    Und seit dieser Zeit war Peter nun ständig mit Susanne auf Reisen, meistens nach Neapel, aber ab und zu auch mal nach Paris.
    "Und jetzt stehe ich hier fast splitternackt und ohne irgendwelche Deckung", grübelte er, während Susanne sich das gute Stück mal von der Nähe ansah.
    "1A Baumwolle, hervorragende Qualität, und auch die Farbkombination mit dem satten Blau und dem dezenten Beige gefallen mir wirklich sehr sehr gut", rief Sie freudestrahlend.
    Wo er denn dieses gute Stück gekauft habe, fragte Sie interessiert, denn dieser Slip sei in einer Weise, die Sie noch nie gesehen hatte, verarbeitet worden.
    Peter wirkte enttäuscht, denn er hatte sich von dem heutigen Abend und einer damit verbundenen Eventualität doch weitaus mehr versprochen als eine Diskussion um satte blau-beige Slips.
    Susanne merkte das sofort, stand auf und nahm seine Hände in Ihre linke Hand, streichelte und liebkoste sie, während Ihre rechte Hand sein behaartes, aber gepflegtes, Gesicht, berührte.
    "Ich liebe Dich", sagte er leise, in Ihre Augen blickend, "ich hätte Dir das schon damals in Neapel sagen sollen, als wir am Meer standen und die Weite bewunderten."
    "Ich weiß", sagte Sie lächelnd, "ich habe es immer gewusst, seit dem Du mir nach Neapel gefahren bist und mir am Meer die wunderbarsten Geheimnisse der italienischen Meeresalgen erzält hast!".
    Über die folgenden Stunden schwingt sich nun der Mantel der Diskretion und der Gentleman schweigt in Gedanken an die innigen Berührungen und vielen kleinen und großen Überraschungen, die nun folgen.
    Zu sagen wäre nur noch, dass die beiden Verliebten hin und wieder immer noch Strippoker spielen, einmal im Jahr zusammen nach Neapel fahren, und sich ausschließlich Unterwäsche einer ganz bestimmten Marke kaufen.

    Nachrichten

    Berlin: Als bei Christian das Essen flutschte, ging Hanna im jecken Kleid leichten Mutes nach oben, probierte quasi relativ schnell TicTacs und verschlang wiederholt Xaver Yehudin's Zaubereier.

    Kiel: Alfred Bounier, charismatischer Däne, erklärte Franz gestern herzzereissend in jeder Kleinigkeit Lena's monatliche Neuigkeiten ohne Poetik, quasi ruhig, stilvoll, träumend, und verfluchte weinend Xaver Ypsin's Ziege.

    Zurich: Zurich's Yachthafen X(CH) wird von Touristen sehr ramponiert, quasi piefig observiert; nur mit leisem Klagen joggen immer häufiger gute Freunde eilends durchs charmante, blumige Altstädtchen.

    Wien: Zu Yehudi's X-ter Wohltätigkeits-Veranstaltung und Tanja's südländlichen Ritualen quängelt Peter, obwohl Nina minutiös laut kreischt, Jana's illustre Haare geradewegs fabulös! Ein drollig-charmantes Bonbon abermals.

    Augsburg, August 2010: Am Anfang arbeitete Alfred am allerliebsten auf Anna's Anwesen, aber als Alfred Anna's Absichten an Allerheiligen abservierte, arrangierte Anna Alfred's Abschiedsparty an Allerseelen. Am achten August allerdings akzeptierte Alfred - abgeklärt auf Alles - Anna's Anliegen.

    Berlin, Buß-und-Bettag 2010: Bei Barbara benutzte Betty Badesalz, badete besonders behutsam bei blauen Badkacheln. Bevor Betty beide Beine balsamierte, berührte Betty Barbara's Busen. Barbara blinzelte beim braun-beigen Badeschaum, bot Bier, Brot, Bananen. Betty beendete bizarr beiderseitiges bivalentes Beisammensein.

    Chicago, 2010: Crabber Charles cancelled Christopher's challenging Champagner-party consciously. Cryingly, Christopher consulated crony Caren civilised, contacted Caren's cousins, circulated cigarettes, cognac, cheap cheese. Crackbrained Charles choose chocolate, cracked corks + c. Charles cook (chalkly) contaminated coconuts cum citrons, chafed clothes, consulted computers. Caren cuddled Crystin, caring charmingly Crystin's collie Coe.

    Dresden, Dezember 2010: Der durchaus dilettantische Däne Dagobert Dag donnerte das D des dritten Dissonanzakkords dermaßen dramatisch, dass der deutsche Direktor des Düsseldorfer Donald Duck-Duetts (Dr. Doll) die Daumen drakonisch duellierte. Die Damen des Drachenballets dufteten desweiteren dermaßen derbe, dass der Dudelsack-dienende Däne Dagobert Dag dankend das Dis deutlich durchbließ. Daraufhin drangsalierten die doofen Dalmatiner, die Dackel dilettierten, die Dromedare dürsteten. Dr. Doll durchschaute die Dreistigkeiten, durfte draußen dann den Donnerstags-donner durchstehen.

    Essen: Emilia Espen erlebte einen einmaligen Erfolg. Eines ereignisreichen Evenings eröffnete ein entfernter Eigenbrötler eine Entscheidung. Erich erklärte, er erschieße einen Elefanten, erledige elf Eintagsfliegen, entführe Emilia's einzigen Esel. "Entschuldigung", entgegnete Emilia.

    Frankfurt: Friedhelm's friedliche Frau Fina floh frühmorgens furchterregend. "Flößen Flugzeuge Furcht?" fragte Friedhelm's Freundin Franca. Fürwahr, fabulierte Friedhelm. Falls Franca füfhunderttausend Franken fordere, fände Friedhelm fabelhaft. Fürwahr, fantastische Finales.

    Gießen: Gestern gratulierte Gunter Gambrecht Gerda Gimp. Gerda genoss Gunter's Genesungswünsche geradewohl, grüsste gleich, gen Gunter's grauen Gliedern guckend. Griesgrämlich gab Gunter Gerda gutmeinte Geburtstagsgaben.

    Innsbruck: Im innersten Inntal initierte Ida immer irreguläre Interventionen. In isolierter Irrenanstalt impfte Ida Ian, injezierte Iod + immunisierte insgeheim Ioda.

    München, März 2010: Mit mulmigem Magen mischt Martha mit meiner makedonischen Mandoline monatlich mit. Mona meint manchmal, Martha müsse mehr musizieren, mitunter mobilisierten moderate Musikabende munter-makabre Mühen. Merkwürdigerweise moniert Martha mehrmals, Mona's minutiöser Musiksplin mache müde, meistens Montags.

    Ulm: Unter Umständen untersuchen unsere Ulm's Unionspolitiker Ute's Unfall, ungleich urige Ureinwohner unsere Überzeugungen unterwandern. Unstete Unsitten überschatten unser Urdenken, üppige Umtrunke und überflüssige Urgewohnheiten überdehnen unerkannt.

    Würzburg: Walter wird weiterhin weg, weil Waltraud wegziehen will. Warum wissen wir: Waltraud's Wanderlust weht weit, weswegen Walter wahrscheinlich wesentlichen Wertanteil weiß.